Safety Service + Performance GmbH

Unterweisungen in der Zeitarbeit Teil II

15.08.2006
Mitwirkungsmöglichkeiten von FASi und Arbeitsnediziner

Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit oder ein Arbeitsmediziner oder Betriebsarzt können bei Unterweisungen selbstverständlich mitwirken. Der direkte Vorgesetzte der Mitarbeiter, die unterwiesen werden, muss jedoch anwesend sein. Er muss deutlich machen, dass die überbetrieblichen Mitarbeiter sich so zu verhalten haben, wie die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt es erläutert haben. Erst dann wird aus einer Sicherheitsbelehrung eine Unterweisung.

Fakt ist also, dass der Personaldisponent seine überbetrieblichen Mitarbeiter zu unterweisen hat. Wie kann aber die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt unterstützend wirken, um das Ganze möglichst effektiv zu gestalten?

Hier haben sich größere Veranstaltungen bewährt, auf denen mehrere Dutzend oder auch Hunderte von Mitarbeitern gleichzeitig unterwiesen werden. Dies kann im Rahmen von Vortragsveranstaltungen, die aber auch nur kurze Zeit dauern sollten, geschehen. Hierzu können Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt ihre Beiträge liefern; ein Vorgesetzter hat die überbetrieblichen Mitarbeiter allerdings anzuweisen, sich an diese Vorgaben zu halten. diese Form der Großveranstaltungen hat sich besonders bei Jahresunterweisungen bewährt, wenn Mitarbeiter zwischenzeitlich nicht anderweitig unterwiesen wurden.

Inhalte von Unterweisungen

Hierzu gibt es keine speziellen Vorgaben. Bei der Arbeitnehmerüberlassung ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Weisungsrecht hinsichtlich der konkreten Arbeitsaufgabe auf den Kunden übergeht. Daher ist zur betriebsspezifischen Unterweisung grundsätzlich der Entleiher verpflichtet. Er hat hier die Erfahrungen und Qualifikationen der Personen, die ihm zur Arbeitsleistung überlassen sind, zu berücksichtigen.

Die Pflicht zur Allgemeinen Unterweisung, unabhängig vom konkreten Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich, verbleibt jedoch beim Zeitarbeitsunternehmen.

Häufigkeit der Unterweisungen

Jeder Mitarbeiter ist vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Änderungen der Gefährdungsmerkmale, nach Unfällen, mindestens jedoch einmal jährlich zu unterweisen.

Für die Arbeitnehmerüberlassung ergibt sich daraus, dass Unterweisungen grundsätzlich bei der Einstellung erforderlich sind.

Anschließend müssen die Mitarbeiter unterwiesen werden, wenn sich die Gefährdungsmerkmale ändern. Das ist der Fall, wenn der Mitarbeiter in einen völlig neuen Einsatz (neuer Kunde) mit neuen Tätigkeiten geht oder auch, wenn er beim Kunden auf einen anderen Arbeitsplatz mit anderen Tätigkeiten und vor allem anderen Gefährdungen umgesetzt wird. Geht der Mitarbeiter in einen neuen Einsatz, bei dem die Gefährdungen ähnlich sind wie die vorherigen, kann auf eine erneute Unterweisung verzichtet werden.

Weiterhin sind die Mitarbeiter nach Ereignissen, vor allem nach Unfällen und Beinaheunfällen, erneut zu unterweisen, worin auf die Umstände des Unfalles eingegangen wird.

Im Prinzip kann der Mitarbeiter bei jeder sich bietenden Gelegenheit unterwiesen werden. Solche Gelegenheiten sind vor allem Besuche des Mitarbeiters in der Niederlassung (zum Beispiel zur Abgabe des Time-Sheets oder eines Urlaubsantrags) und natürlich die sicherheitstechnischen Arbeitsplatzbesichtigungen oder sonstige Besuche des Personaldisponenten bei seinem Mitarbeiter vor Ort.

Sofern diese Regeln beachtet werden und sich die Mitarbeiter nicht mehr als 1 Jahr in einem Einsatz mit denselben Tätigkeiten und denselben Gefährdungen befinden, ist eine Jahresunterweisung entbehrlich. In der Zeitarbeit ist die Jahresunterweisung nur noch das "Sammelbecken" für diejenigen Mitarbeiter, die in den letzten 12 Monaten tatsächlich nicht unterwiesen werden konnten, weil sie beispielsweise in einem lang andauernden Einsatz sind.

Dauer der Unterweisungen

Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter die Unterweisungen verstehen. Dies muss bei der Zeitdauer der Untwerweisung beachtet werden. Was sind das für Mitarbeiter? Sind sie es zum Beispiel gewohnt, längere Zeit zuzuhören? Können sie das Gehörte auch verarbeiten? Unterweisungen können und sollen kurz und bündig sein. Einige wenige Minuten sind in der Regel vollkommen ausreichend.

Fortsetzung folgt


 

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